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Forsteinrichtung
Schnorbach
(Texte auszugsweise aus dem
Erläuterungsbereicht zum Forsteinrichtungswerk, Folien tlw. aus dem
Erläuterungsbereicht, tlw. zusammengestellt von Revierförster Hans-Werner
Merg)

1. Zielsetzungen
Spätestens seit den extremen Stürmen
Vivian und Wiebke 1990 hat ein waldbaulicher Umdenkungsprozeß begonnen, der mit
dem Begriff naturnahe Waldwirtschaft umschrieben wird.
Vor allem die
Fichte wurde von den Stürmen 1984 und 1990 am stärksten getroffen. Sie hat
sich als instabilste Baumart erwiesen. 80% des Schadholzanfalls gingen zu Lasten
der Fichte.
Gründe
sind:
 | physiologisch flaches Wurzelwachstum |
 | Fichtenreinbestandswirtschaft im
engen Dichtbestand. Dabei Entwicklung langer dünner Stämme (schlechtes H/D-Verhältniss)
und kurzer kleiner Kronen. Durch die extremen Hebelkräfte bei
Sturmeinwirkungen ist eine starke individuelle Instabilität
vorhanden. |
 | bevorzugte Pflanzung auf
Staunässestandorten |
In den nächsten
Jahrzehnten muß aufgrund des CO2 -Anstieges in der Atmosphäre
(Treibhauseffekt) mit weitreichenden Klimaveränderungen gerechnet werden. Es
wird mit einem Temperaturanstieg zwischen 1,5 und 4,5°C gerechnet. Damit
einhergehend kommt es zu zunehmenden Sturmhäufigkeiten und -stärken.
Die
Forsteinrichtung muß solche Prognosen schon heute in ihrer Planung
berücksichtigen, da die forstliche Produktionszeit zwischen 100 und 200 Jahren
liegt.
Die naturnahe
Waldwirtschaft soll die Produktionsrisiken minimieren und besser verteilen. Sie
ist gekennzeichnet durch
 | standortgerechte Baumartenwahl |
 | Abkehr von Reinbestandswirtschaft und
dem Altersklassenwald. Übergang zu stufigen, stabilen Mischwäldern mit
mehreren Altersstufen auf derselben Fläche |
 | Verzicht auf Kahlschläge. Übergang
zur Einzelbaumnutzung bei Erreichen der Zielstärke |
 | Künstliche flächige
Kulturbegründung ist nicht mehr notwendig, da bei dieser Form der
Waldbewirtschaftung die Naturverjüngung von selbst entsteht. Dies führt
langfristig zu Kosteneinsparungen. Gleichzeitig entfallen intensive und
teure Pflegeeingriffe, da ein stufig aufgebauter Wald automatisch
Erziehungs- und Differenzierungseffekte liefert. Notwendig sind nur noch
wenige steuernde Eingriffe. |
 | Die Regulierung der Wilddichte auf
ein ökologisch tragbares Maß ist hierfür Grundvoraussetzung, |
Zielsetzung der forstlichen Planung ist
also ein stufig aufgebauter Mischwald, der sich möglichst an der potentiellen
natürlichen Vegetation orientiert (= Waldgesellschaften, die sich unter den
heutigen standörtlichen Bedingungen ohne menschliche Eingriffe langfristig
selbst entwickeln würden).
Im Bereich der
Hunsrückhöhen wären dies schwerpunktmäßig Buchenwaldgesellschaften
verschiedener Ausbildung, sowie stärker wasserbeeinflussten Standorten
Stieleichen-Hainbuchenwälder und Erlenbruch- sowie Birkenbruchwälder. Auf
trockeneren Standorten würden sich Traubeneichen-Hainbuchen-(Elsbeeren)wälder
entwickeln.
Die Fichte käme
natürlich nicht vor.
Klar ist jedoch,
eine Entwicklung in naturnahe Wälder geht nicht von heute auf morgen, sondern
dauert je nach Ausgangsbestand mehrere Jahrzehnte bis unter Umständen mehrere
Bestandsgenerationen.
Auf vielen
Flächen hat sich die Fichte wieder natürlichverjüngt, obwohl sie aufgrund der
standörtlichen Bedingungen nicht erwünscht ist. Ökonomisch
unvertretbar wäre es jedoch, sie dort wieder zu entfernen. Diese
Fichtenflächen werden daher waldbaulich übernommen. Wichtig ist jetzt die
richtige Weiterbehandlung. Dazu gehört die Einbringung von standortgerechtem
Laubholz (Buche, Erle) und die Begünstigung von vorhandenen natürlichen
Laubholzbeimischungen (Birke, Erle) zur Verbesserung der
Bodenverhältnisse und um den Laubholzanteil in künftigen Bestandsgenerationen
zu erhöhen. Ebenfalls erwünscht ist das Einbringen oder Begünstigen von
wertvollen Nadelhölzern (Douglasie, Lärche) auf geeigneten Standorten.
Das waldbauliche Ziel der neuen
Forteinrichtung lautet also:
Minimierung des Produktionsrisikos durch
den Aufbau der ökologisch stabilen Wälder !
1.1 Das Fichtenproblem
Die Fichte ist
ursprünglich ein Baum der subalpinen und montanen Höhenstufe und käme in
unseren Breitennatürlich nicht vor.
Zu Beginn des
19.Jahrhunderts waren die vorhandenen Waldflächen durch historische
Waldnutzungsformen größenteils durch
 |
ungeregelte
Brennholzwirtschaft |
 |
Streunutzung |
 |
Waldweide |
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Schiffelwirtschaft
(Verheidung, Devastierung) |
völlig
heruntergewirtschaftet. Die damalige preußische Verwaltung hatte das Verdienst
diese devastierten ehemaligen Waldflächen zum Teil gegen den Widerstand der
damaligen Waldbevölkerung wieder aufzuforsten. Da die Böden sehr verarmt
waren, wurde die Fichte als anspruchslose Baumart zur Rekultivierung gewählt.
Immer mit dem Hintergrund, dass als Nachfolgegeneration wieder ein
anspruchsvoller Mischwald Zielsetzung war.
Durch
den Zeitgeist der Moderne wie
 |
Reinertragslehre |
 |
Rationalisierung |
 |
Technisierung |
 |
Wunsch nach
industrieller Standardisierung usw. |
 |
die gewaltigen
Reparationshiebe |
ging dieses
Gedankengut unter und die Flächen wurden mit der nächsten Fichtengeneration
bepflanzt.
Die hat folgende
Nachteile
Die Fichte hat
ein genetisch veranlagtes flaches Wurzelsystem. Auf staunassen Standorten wird
er noch flacher. In der bisherigen Fichtenbestandswirtschaft standen viele
Bäume auf dem Hektar, sodass die Kronen der Individuen sehr klein ausgebildet
waren. Durch den dunklen Bestand entstand eine hohe Rohhumusauflage, wodurch der
Systemfluss des Bodenlebens erheblich gestört wurde :
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Anreicherung
von Nährstoffen im Humus |
 |
Verarmung
des Wurzelraumes |
 |
Freisetzung
von Huminsäuren, dadurch |
 |
zusätzliche
Versauerung des Oberbodens |
 |
Verarmung an
Bodenlebewesen |
Die Stampfwirkung
des Fichtenwurzeltellers bewirkt eine zusätzliche Verdichtung. Damit entsteht
ein Teufelskreis der Instabilisierung.
Die vorliegende
Forsteinrichtungsplanung berücksichtigt die Fichte weiterhin als
Produktionsziel (sie Graphik Produktionszielplanung). Allerdings nur auf solchen
Standorten, die Fichten geeignet sind und keine zusätzliche Instabilisierung
hervorrufen (z.B. durch. Staunässe). Die Fichte soll hier jedoch nicht mehr im
Reinbestand erzogen werden, sonder in Mischung mit Laubhölzern und
anderen Nadelhölzern (siehe Graphik Bestockungsziele Wirtschaftswald).
Angestrebt wird ein Bergmischwald, bestehend aus führender Ficht und
kleinflächig eingemischter Buche, Douglasie, Lärche und evt. Kiefer.
Die
Konkurrenzkraft der verschiedenen Baumarten wird sich im Laufe des
Bestandeslebens herausstellen. Die Bestandespflege wird zugunsten der
bestveranlagtesten und vitalsten Bäume steuernd eingreifen.
Diese Art der
Waldbewirtschaftung verspricht ein geringeres Betriebsrisiko, einen ökologisch
stabilen Wald und eine hohe Wertleistung.

1.2
Waldbauliches Konzept zum Generationswechsel in Fichtenalthölzern
Auf einen
nennenswerten Flächenanteil des Betriebes ist ein Vorrat an Fichtenalthölzern
vorhanden, der bereits die Reifephase abgeschlossen hat oder im kommenden
Forsteinrichtungszeitraum soweit sein wird. Hier muss nun, um von der
Kahlschlagswirtschaft und dem Altersklassenwald wegzukommen, ein gleitender
Generationswechsel eingeleitet vonstatten gehen. Die Forsteinrichtung rechnet
mit einem Zeitraum von mindestens 30 Jahren. Dies kommt im Hiebsatz zum Ausdruck
wo etwa 30% der Altholzvorräte im neuen Forsteinrichtungszeitraum abgebaut
werden sollen.
Auf den Erhalt
der Stabilität des Bestandes muß streng geachtet werden, da die meisten
Fichtenreinbestände bisher keine individuelle Stabilität ausgebildet haben. In
diesem Bereich hat jedoch ein Schneebruch im Jahre 1936 eine stabilisierende
Differenzierung und Kronenentwicklung ermöglicht, sodaß heute eine
ausreichende Anzahl stabiler Individuen (Kronenprozent 60-70) eine gewisse
waldbauliche Freiheit erlauben.
Behandlungskonzept
zum gleitenden Generationswechsel
1. Auswahl von
langfristigen Stabilisationskernen
2. Endnutzung der zweitstärksten Fichten (z.T. Zielstärkennutzung)
3. Aufbau von Verjüngungsvorräten durch
a.) natürliche Verjüngung der Fichte
Der Voranbau
soll ausschließlich baumartenweise und horstweise in Kleingatter, in noch
geschlossenen und dunkleren Bestandespartien erfolgen. Eine Mindestgröße von
0,05-0,1 ha ist erforderlich zum langfristigen Erhalt der Beimischung und zur
Erreichung eines innerartlichen Drucks zur natürlichen Astreinigung und zur
Ausdifferenzierung.
Vorteile:
 |
Nutzung von
Altholzvorräten zu Zeiten günstiger Marktkonditionen |
 |
Stufiger
Nachfolgebestand mit individueller Stabilität |
Staunässe führt
zu erheblichen waldbaulichen Problemen. Der Stauwasserspiegel steht, aufgrund
des dichten Untergrundes, teilweise bis zur Oberkante Oberboden and. Ein
stabiles, tiefgreifendes Wurzelsystem kann sich vor allem bei der Fichte nicht
entwickeln. Sie neigt zusätzlich zu ihrem genetisch flach ausgebildeten
Tellerwurzelsystem zu weiterer Verflachung und damit zu weiterer Instabilität.
Die forstliche
Weichenstellung sollte hier unbedingt in Richtung Erle, Birke und Stieleiche
(Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft) gehen. Auch hier lautet das
Wirtschaftsziel Erziehung von wertvollem Stammholz mit standortgerechten
Baumarten.
Künstliche
Fichtenverjüngung sollte auf solchen Standorten nicht mehr erfolgen. Leider
wurde die Fichte nach den Sturmschäden 1984 und 1990 wieder auf großer Fläche
gepflanzt oder hat sich natürlich verjüngt. Teilweise steht die Fichte damit
in der 3. Generation auf diesen instabilen Standorten. Glücklicherweise wurde
der Fichte fast überall die Erle (Stabilität und Bodenpfleglichkeit durch
tiefe Durchwurzelung verdichteter Standorte) beigemischt, die jetzt, bei
entsprechender Qualität gefördert werden sollte, damit sie dauerhaft erhalten
werden und ein qualitativ hochwertiges starkes Stammholz erzeugen kann.
Nährstoffversorgung:
(im schwach mittleren Bereich
Charakteristisch
für die Böden aus Tonschiefer und Decklehmverwitterung ist eine
Oberbodenversauerung.
Diese führt zu gestörten Nährstoffkreisläufen und einer Nährstoffverarmung
im Oberboden. Die Fichte im Reinbestand führt aus verschiedenen Gründen zu
einer weiteren Bodenverschlechterung.
Das waldbauliche Ziel ist, mit tiefer wurzelnden Baumarten (Erle, Eiche) die
noch vorhandenen Nährstoffe in tieferen Bodenschichten zu erreichen, und sie in
den natürlichen Nährstoffkreislauf zurückzuführen.
Die langfristige
Umstellung auf eine naturnähere Waldwirtschaft mit einem hohen Anteil an
standortgerechten Laubhölzern wird einer weiteren Verschlechterung der
Standorte entgegenwirken.
Neigungsstufen:
100% der Fläche
ist eben-schwach geneigt. Die Folge davon sind:
 |
günstige
Aufarbeitungskosten, |
 |
günstige
Rückekosten durch , Maschineneinsatz (Harvester) |
möglich.
Baumartenverteilung

Das Kreisdiagramm zeigt, dass die Fichte mit mehr als
63% den größten Flächenanteil einnimmt. Dies entspricht einer Fläche von
über 58ha. Bei einem Staunässenanteil von 44% und der hierdurch bedingten
Sturmwurfgefährdung der Ficht bedeutet dies ein erhebliches Betriebsrisiko, vor
allem durch die Spezialisierung auf überwiegend ein Produkt.
Nach den Stürmen 1984 und 1990 wurde die Fichte wieder großflächig auf
staunassen Standorten gepflanzt, oder hat sich natürlich verjüngt.
Hier muß im kommenden Forsteinrichtungszeitraum ein Schwerpunkt bei der
stabilitätsgerichteten Erziehung der jüngeren Fichtenbestände gelegt werden.
Sinnvollerweise wurde auf einem Großteil der Fläche die tiefwurzelnde und
bodenverbessernde Erle mit beigemischt.
Für diese Flächen muß das Behandlungskonzept folgendermaßen aussehen:
a.) Frühzeitige und individuelle
Stabilisierung der Fichte unter Erhaltung eines hohen
Kronenprozentes (mind. 60% der Baumhöhe) und Ausbildung großer Wurzelteller.
b.)Langfristige Erhaltung der
beigemischten Erle zur dauerhaften Bodenverbesserung. Auf besonders staunassen
Teilflächen: Förderung der standortgerechten Erle und Zurückdrängen der
Fichte. Das Ziel lautet auch hier Wertholzerziehung der Erle. Erziehung von
Starkholz durch rechtzeitige Z-Baumauswahl udn Astung. Diese Maßnahmen dienen
der Erhaltung der Stabilität, der betrieblichen Risikostreuung und der
größtmöglichen Wertschöpfung.
Die anderen Baumarten sind mit einem mehr oder
weniger großen Flächenanteil vertreten, wobei die Kiefer und das sonstige
Laubholz (v.a. Erlen, Birken, Vogelbeere) mit jeweils 9% den zweitgrößten
Flächenanteil einnehmen.
Der hohe Anteil des sonstigen Laubholzes entstand
durch die Wiederbewaldung nach dem Sturmwurf 1990, wo sich die Birke
ausschließlich natürlich verjüngt hat. Ihr Anteil beträgt immerhin 5,5 ha,
dies entspricht 6% Flächenanteil. Die Birke findet sich überwiegend als
Beimischung in Fichten (-Erlen-) -pflanzungen oder auf Sukzessionsflächen in
Mischung mit Fichte.
Einen großen Flächenanteil hat die Birke in Abteilung 15, wo sie die
unbefriedigende Eichenpflanzung weitgehend ersetzt.
Die Birke liefert bei Wertholzorientierter Bewirtschaftung ein gesuchtes und
wertvolles Möbelholz; sie sollte daher wenigstens teilflächig in Horsten
erhalten bleiben und wertholzorientiert erzogen werden. Sie stellt eine
kostenlose Alternative auf unbefriedigenden Flächen dar und ist eine
Bereicherung der Produktpalette.
Die Erle wurde zum größten Teil in Mischung mit Fichte auf staunassen
Standorten zur Bodenverbesserung gepflanzt. Auch hier sollte auf stark
vernässten Standorten die Erle bie entsprechender Qualität durchaus gefördert
werden, denn auch die Erle liefert bei wertholzorientierter Bewirtschaftung ein
gut bezahltes und gesuchtes Möbelholz.
Erfreulich ist der Douglasienanteil von 4% (3,7 ha).
Die Douglasie ist eine Baumart mit einer hohen Massen und Wertleistung und
liefert ein schönes rötliches, natürlich dauerhaftes Holz, vergleichbar dem
der Lärche.
Auf trockeneren Standorten bringt sie eine erheblich bessere Wuchsleistung als
die Ficht (im kollin-sumontanen Bereich bis 100% mehr).
Zur maximalen Wertschöpfung ist die Wertholzproduktion zu empfehlen. Hierzu ist
die Astung der Douglasie eine unabdingbare Vorraussetzung.
Als Halbschattbaumart ist sie eine ideale Mischbaumart zur naturnahen
Waldbewirtschaftung, da sie sich unter einem Altholzschirm gut natürlich
verjüngt. Unter den hiesigen standörtlichen Bedingungen stellt sie einen
idealen Tannenersatz dar.
Zum langfristigen Umbau von Fichtenalthölzern in naturnähere Mischbestände
eignet sich die Douglasie neben der Buche hervorragend zum Voranbau (vorzeitiges
Einbringen von im Nachfolgebestand erwünschten Baumarten). Im Gemeindewald
Schnorbach soll sich im neuen Planungszeitraum der Douglasienanteil durch
Voranbau unter Fichtenalthölzer und kleinflächige Pflanzung leicht erhöhen.
Leider wird die Douglasie bei dem vorhandenen hohen Wildbestand stark verbissen
oder gefegt. Ohne erheblichen Schutzaufwand ist diese wertvolle und bereichernde
Baumart nicht zu sichern.
Nicht geeignet jedoch ist die Douglasie als Fichtenersatz auf staunassen
Standorten, wo sie in etwas abgeschwächterer Form ebenfalls zu Instabilität
neigt.
Die Lärche ist eine wertvolle Bereicherung des
naturnahen Baumartenspektrums. Sie ist auf 1ha vorhanden.
Die Kiefer kommt auf 8,3ha vor (9%).
Als Beimischung in der Fichte leistet sie eine wichtige Aufgabe zur
Stabilisierung der Fichtenbestände.
In den jüngeren Fichtenflächen ist der Kiefernanteil überwiegend durch
Naturverjüngung entstanden. Auch hier sollte ein gewisser Kiefernanteil aus
Stabilitätsgründen erhalten bleiben und auch in die Z-Baumauswahl mit
einbezogen werden.
Die standortgerechten Eichen und Buchen sind leider
nur mit geringen Flächenanteilen vertreten.
Das sonstige Laubholz stellt einen hohen
Flächenanteil von über 15%.
Vergleich Baumartenverteilung 1988/2001
Dieser Vergleich liefert sehr interessante
Informationen über die Entwicklung des Betriebes durch die Sturmschäden 1990.
Die Fichte hatte 1988 noch einen Flächenanteil von 73,7% udn hat damit 10%
Flächenanteil verloren.
Ihr Flächenanteil wurde fast überwiegend vom sonstigen Laubholz übernommen.
Diese Entwicklung ist trotz der Verluste für den
Betrieb auch positiv zu bewerten, denn die Veränderung der Baumartenverteilung
bedeutet durch eine zunehmende Spreitung der Produktpalette
a.) eine Senkung des Produktionsrisikos
b.) bessere Marktchancen durch Produktvielfalt.


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