Ortsgemeinde Schnorbach
 
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Gemeinde Schnorbach im Jahre 1902

Beläuft sich der Gemeindeetat in Einnahmen und Ausgaben auf 5.2400 RM. Der Finanzbedarfs soll durch Erhebung von 150% der Realsteuern von 150% und 100% Aufschlägen zur Einkommenssteuer gedckt werden.

 

Wird der Beschluss zur Verpachtung der Gemeindejagd vom vergangenen Jahr dahingehend neu gefasst, dass dem bisherigen Pächter Herrn Carl Puricelli für 9 Jahre anstelle von 12 Jahren für einen Pachtzins von 260 Mark anstelle 300 Mark weiterverpachtet wird. Den Wildschaden übernimmt die Gemeinde.

 

Lehnt die Gemeinde die Aufforstung der an den Distrikt 4a anstoßenden Wiese ab, da der Gemeinde andernfalls das Gras verlustig gehen wird. Wird beschlossen, dem Verein zum Roten Kreuz beizutreten. Der Jahresbeitrag beträgt 1 Mark.

 

Befasste sich der Gemeinderat im Mai mit dem Wegebau der Strasse von Altweidelbach nach Argenthal über die Gemarkung Schnorbach. Im Hinblick auf den Beschluss vom 04.08.1898 wird der Ausbau des Weges abgelehnt, zumal die von der Gemeinde Altweidelbach angebotene Beihilfe von 500 Mark in keinem Verhältnis zu den Kosten des Wegebaus stehen.

 

Im Oktober wird beschlossen, dass die Gemeinde keine Einwände gegen einen Bau erhebt. Wenn die Gemeinde Altweidelbach den Weg auf ihre Kosten baut, die Unterhaltung von der Gemeinde Altweidelbach übernommen wird und die Wegeparzelle im Eigentum der Gemeinde Schnorbach verbleibt.

 

Wird beschlossen, von dem Wiesenumbau  und Feldgrenzanlagen der Gemeindeödlandflächen „Aufm Sauwasem“ in diesem Jahr abzusehen, da die Gemeinde durch anderweitige Projekte in diesem Jahr finanziell zu stark belastet ist.

 

Dem Kultur- und Hauungsplan 2003 wird zugestimmt mit dem Nachtrag der Nebenutzung für die alljährlichen üblichen Maireiser und 8 rm Streuwerk für den Gemeindestier. wählt der Gemeinderat aufgrund einer gesetzlichen Vorgabe eine Gesundheitskommission.

 

Sie besteht aus folgenden Mitgliedern: 1. der Amtsbürgermeister als Vorsitzender, 2. der Gemeindevorsteher als Beisitzer, 3. Herr Dr. Kaiser Rheinböllen, 4. Herr Jacob Mades IV. Rheinböllen und 5. Herr Regierungssekrtät Hetzel, ebenfalls aus Rheinböllen. ergibt die Feststellung der Jahresrechnung 1901 Einnahmen von 5.724,39 Mark und Ausgaben von 5.025,71 Mark. Der Überschuß beträgt 698,68 DM.

 

Beschließt der Gemeinderat, dass die Beiträge zur Handwerkskammer auf die einzelnen Handwerksbetriebe umgelegt werden sollen. lehnt der Gemeinderat einen Beitritt zur der Lokalabteilung Simmern des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreussen vorläufig ab.